Makrorechner

Makro Berechnungen

Möchte man sehr kleine Lebewesen oder Gegenstände fotografieren, so kann man hierfür außer einem speziellen Makroobjektiv auch Zwischenringe oder Nahlinsen einsetzen. Hier kannst Du berechnen, wie sich diese auf das Abbildungsverhältnis und die einhergehenden Objektabstände auswirken. Bitte lies jedoch vorher die nachfolgenden Hinweise.

Makro Zubehör:

Ergebnis:

Die hier durchgeführten Berechnungen sollten als Näherungswerte verstanden werden. Sie gehen davon aus, dass es sich bei einem Objektiv um eine einzelne Linse mit der entsprechenden Brennweite handelt. In Wirklichkeit sind Objektive jedoch oftmals aus mehr als 10 einzelnen Linsen aufgebaut, um die verschiedensten Abbildungsfehler zu korrigieren. Diese vielen Informationen können nicht in die Berechnung einfließen, da sie mir nicht bekannt sind. Folglich können sich hieraus Unterschiede zwischen den tatsächlichen Werten (die sich in den offiziellen Datenblättern befinden) und den hier berechneten Werten ergeben. Erschwerend kommt hinzu, dass Canon auf verschiedenen Websites z.T. unterschiedliche Daten veröffentlicht (siehe z.B. hier und hier). Tendenziell kann man aber sagen, dass die Werte im Telebereich recht genau sind, während die Abweichungen in Richtung Weitwinkel größer werden. Dies liegt daran, dass Objektive mit Retrofokus offensichtlich etwas anders gerechnet werden müssen. Außerdem gibt es in Einzelfällen kleinere Ungenauigkeiten durch Rundungen in den Datenblättern.

Trotz aller Schwächen kann man sich durch Einsetzen verschiedener Werte ein gutes Bild darüber verschaffen, wie Zwischenringe und Vorsatzlinsen das Abbildungsverhältnis beeinflussen.

In der Auswahlbox findet man nur Canon Objektive, da ich selbst mit Canon fotografiere. Unabhängig davon kann man die entsprechenden Objektivdaten auch aller anderen Marken in die oberen Felder eintragen.

Die Berechnungen beziehen sich alle auf Kleinbild-Format. Bei digitalen Kameras mit kleinerem Aufnahmesensor muss der entsprechende Cropfaktor berücksichtigt werden.

Natürlich gibt es auch unendlich viele Möglichkeiten, unsinnige Werte einzugeben. Nicht alles, was ausgerechnet werden kann, ist auch technisch realisierbar.

Werkzeuge für Makroaufnahmen

Interessiert man sich für das Thema Fotografie, so kommt früher oder später der Wunsch auf, auch sehr kleine Dinge zu fotografieren. Gerade in der Natur findet man z.B. Insekten oder Blumen, die aufgrund ihrer kleinen Ausmaße ohne Makroobjektive oder spezielles Nahzubehör nicht formatfüllend aufgenommen werden können. Standardobjektive erlauben Abbildungsmaßstäbe, die nur selten das Verhältnis von 1:4 (0.25) überschreiten. Das Abbildungsverhältnis 1:4 besagt, dass ein Objekt, das maximal 4 mal so groß ist wie die Filmfläche (bei Kleinbild 36 * 24 mm) oder die Fläche eines digitalen Aufnahmesensors, formatfüllend aufgenommen werden kann. Im Falle des Kleinbildformats bedeutet das, dass beim Verhältnis 1:4 keine Fläche kleiner als 144 * 96 mm aufgenommen werden kann.

Um einen größeren Abbildungsmaßstab zu erzielen, stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung, die fast beliebig kombinierbar sind:

  • Verwendung eines Makro-Objektivs (erlaubt in der Regel einen Abbildungsmaßstab von 1:1)
    • + Beste optische Qualität, da speziell für Nahaufnahmen gerechnet
    • + Fokussierung von 1:1 bis Unendlich
    • + Verwendungszweck nicht auf Makroaufnahmen beschränkt

    • - Teuerste Lösung

  • Zwischenringe
    • + Starke Vergrößerung in Verbindung mit Standardobjektiven
    • + Leichte Vergrößerung in Verbindung mit Teleobjektiven
    • + Günstige Lösung

    • - Bei Verwendung eines Zooms ist bei jeder Brennweitenveränderung Neufokussierung nötig
    • - Lichtverlust (längere Belichtungszeiten nötig)
    • - Keine Fokussierung auf Unendlich möglich

  • Balgengerät
    • + Starke Vergrößerung in Verbindung mit Standardobjektiven
    • + Leichte Vergrößerung in Verbindung mit Teleobjektiven
    • + Flexible Anpassung des Vergrößerungsmaßstabs

    • - Bei Verwendung eines Zooms ist bei jeder Brennweitenveränderung Neufokussierung nötig
    • - Lichtverlust (längere Belichtungszeiten nötig)
    • - Keine Fokussierung auf Unendlich möglich
    • - Umständliche Handhabung
    • - Relativ teuer

  • Vorsatzlinsen, Vorsatzachromate
    • + Leichte Vergrößerung in Verbindung mit Standardobjektiven
    • + Starke Vergrößerung in Verbindung mit Teleobjektiven
    • + Geringes Gewicht und geringer Platzbedarf
    • + Gute Abbildungsqualität bei Vorsatzachromaten
    • + Kein Lichtverlust (keine längeren Belichtungszeiten nötig)
    • + Günstige Lösung

    • - Keine Fokussierung auf Unendlich möglich
    • - Mäßige Abbildungsqualität bei einfachen Vorsatzlinsen
    • - Bei Nutzung mit mehreren Objektiven mit unterschiedlichen Filterdurchmessern werden Adapterringe benötigt

  • Telekonverter
    • + Maßstabsvergrößerung durch Verlängerung der Brennweite bei unverändertem Mindestabstand
    • + Fokussierung auf Unendlich möglich

    • - Oftmals auf bestimmte Objektive (oder Objektivgruppen) abgestimmt
    • - Leichter Qualitätsverlust durch zusätzliche optische Elemente und da nicht für Makroaufnahmen gerechnet